Spielberichte 10./11.10.2026

3. Spieltag Regionsliga Braunschweig/Göttingen Männer Staffel Süd

MTV Rosdorf III - SV Einheit 1875 Worbis                                           35:29   (17:16)

Samstag, 10.10.2026 18:00 Uhr

 

Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Sklepik, Jäger – Gräser (3), Schwerdtfeger (5), Sittig (1), Schneeberg (2), Lierse (4), Fasse (3/1), Ertmer (3), Stolze, Weinrich (2/1), Steinhardt (5), Kullmann (1)

 

Stationen: 0:2, 2:2, 4:4, 7:7, 9:8, 9:13, 12:13, 13:15, 16:15, 17:16 (HZ) – 18:16, 18:20, 21:20, 23:22, 25:24, 27:24, 29:26, 31:28, 33:28, 35:29 (Endstand)

 

In den Schlussminuten endgültig geschlagen - erste Männermannschaft bleibt auch nach dem dritten Ligaspiel ohne Punkte

 

Ein epischer Pokalfight (30:29-Sieg gg. die HSG Nord Edemissen/Uetze IV) lag hinter unserer ersten Männermannschaft, nun richtete sich der Fokus wieder voll und ganz auf die Regionsliga. Am reinen Worbiser Seniorenspielwochenende zu Beginn der Herbstferien war sie am Samstagabend bei der dritten Vertretung des MTV Rosdorf zu Gast. Das Team aus der Kleinstadt südlich von Göttingen hatte bislang zwei Punkte auf der Habenseite, traf mit den Wipperstädtern zuletzt in der Vorrundenqualifikation aus der vergangenen Saison zweimal aufeinander und konnte dort beide Partien für sich entscheiden (42:33 & 38:35). Somit bot dieses Aufeinandertreffen die Chance auf eine Revanche für unsere Jungs, deren Pokalsieg vielleicht der Dosenöffner für erfolgreiche Wochen werden sollte.

Personelle Rotation war sowohl in der Position des Trainers als auch auf der Einheit-Bank angesagt. Chefcoach Matthias Wulff stand heute allein an der Seitenlinie, hatte jedoch eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung. Dank der Rückkehr einiger Stammkräfte sowie Unterstützung aus der Reserve brachte es der Spieltagskader, trotz des Fehlens dreier Youngsters, auf dreizehn Mann.

In den ersten Aktionen der Partie schien sich das gute Gefühl aus dem Pokal fortzusetzen. Erster Angriff, Ball hinten abgefangen und vorne nochmal erfolgreich gewesen – schon stand es 2:0. Der MTV arbeitete sich anschließend doch sehr rasch hinein und glich, trotz zwischenzeitlicher Unterzahl, erstmals aus, 2:2. Kurze Zeit später lag die Führung erstmals auf seiner Seite (4:3), dank des gehaltenen Siebenmeters vom heute brillant aufgelegten Marvin Sklepik, der am Ende ca. 45% parierte Bälle vorweisen konnte, drehten die Wipperstädter das Ergebnis wieder zu ihren Gunsten (5:4). Es bildete sich in Folge ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Unsere Jungs zeigten sich offensiv variabler und fanden, mit einem Doppelpack von Kai Fasse, auch Lösungen außerhalb des Rückraums. Beim Stand von 8:9 aus Worbiser Sicht schienen sie die Begegnung mehr und mehr auf ihre Seite zu ziehen. Die aufmerksame Abwehr eroberte Ball für Ball und lief sehenswerte Tempogegenstöße – unter anderem dreimal durch Michel Lierse erfolgreich abgeschlossen. Ein 5:0-Lauf sorgte für das 13:9 sowie logischer Schlussfolgerung auf gegnerischer Seite in Form der grünen Karte. Diese brachte den Angriffsmotor unseres Teams jedoch etwas ins Stocken. Dazu kamen einfache Gegentore, mit denen die Rosdorfer vier Minuten vor der Pause das 15:15-Unentschieden erzielten. Äußerst bitter, dass es sogar mit einem 16:17-Rückstand in die Kabinen ging, vielleicht kam die Unterbrechung aber zur richtigen Zeit für die Einheit-Sieben. Ein ständiges Auf und Ab in Halbzeit eins, nach der längst kein Sieger auszumachen war.

Der Beginn des zweiten Durchgangs verlief ähnlich des ersten: Mit leichten Vorteilen für die Gäste. Defensiv bekamen die Worbiser wieder mehr Zugriff, kassierten in sieben Minuten nur einen Gegentreffer. Vorne wurden die Chancen konsequent genutzt und sich mit dem zwischenzeitlichen 20:18 ein kleines Polster erspielt. Doch die Antwort des MTV ließ auch diesmal nicht lange auf sich warten. So schnell die Worbiser Führung erspielt war, so schnell war sie auch wieder dahin (20:21). Mit dem erneuten Wechsel in die Rolle des Jägers hielten unsere Jungs weiterhin mit. Aus dem Rückraum zeigten sie sich im Abschluss erfolgreich – in diesen Minuten vermehrt von Tim Steinhardt, der auf Halb und Mitte einen ordentlichen Job machte. Ein erstes Siebenmetertor von Patrick Weinrich Mitte der zweiten Halbzeit markierte das zwischenzeitliche 24:25 aus der Sicht der Wipperstädter, doch so langsam merkte man den ihnen die schwindenden Kräfte an. Die nächste Auszeit drei Minuten und ohne Torerfolg später konnte nochmal zum Durchschnaufen genutzt werden, unsere Mannschaft blieb in Folge auch in Schlagdistanz (26:29), für mehr sollte es aber nicht mehr reichen. Zusätzlich bedingt durch den verletzungsbedingten Ausfall von Armin Stolze im Rückraum – gute Besserung an dieser Stelle – gab es noch weniger Möglichkeiten für einen personellen Tausch. Zwar kämpfte Einheit bis zum Schluss, bekam den gegnerischen Spielmacher defensiv allerdings überhaupt nicht mehr unter Kontrolle, der mit fünf Treffern in den letzten sieben Zeigerumdrehungen dieses Duell quasi im Alleingang für seine Mannen entschied. Auf Worbiser Seite setzte Tobias Schwerdtfeger in der Schlussphase seine Akzente mit drei erfolgreichen Würfen, was letztendlich leider nur Ergebniskosmetik bedeuten sollte. Somit klappte es auch im dritten Anlauf leider nicht mit einem Punktgewinn, die 29:35-Niederlage fiel am Ende aber ein wenig zu hoch aus. Unsere Jungs verkauften sich hier teuer, mussten ihren Kräften allerdings in den Schlussminuten Tribut zollen und verweilen dementsprechend weiter im Tabellenkeller.

Nach der Herbstpause stehen wichtige Wochen an – es kommen, neben zwei Auftritten in der Fremde, vier Heimspiele bis Weihnachten auf die Worbiser zu. Trotz der weniger positiven Ergebnisse machen die bisherigen Auftritte Mut. Da kann und muss es mit den ersten Erfolgserlebnissen gelingen, um in dieser Liga bestehen zu können.

 

 

2. Spieltag Regionsliga Braunschweig/Göttingen Frauen Staffel Süd

MTV Geismar IV - SV Einheit 1875 Worbis                                         39:28   (20:12)

Sonntag, 11.10.2026 17:00 Uhr

 

Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Schaschek, Teichmann – Eberhardt (3), Seeland, Hebestreit (12/2), Bujak (1), Lierse (3), Blum (5/1), Petzsche, Menge, Müller (1), Nitsch (3)

 

Stationen: 3:0, 4:2, 6:4, 9:7, 12:8, 14:9, 15:11, 18:11, 20:12 (HZ) – 20:14, 22:14, 23:16, 25:19, 28:23, 32:26, 35:26, 37:27, 39:28 (Endstand)

 

Frauen trotz kämpferischer Leistung mit deutlicher Auswärtsniederlage

 

Nach dem Ausflug in den Ligapokal hieß es für unsere Damen am Sonntagabend wieder Ligageschäft bestreiten. Leider reiste unser Team personell, durch Verletzungen und Krankheit, etwas dezimiert nach Geismar – nur zehn Feldspielerinnen standen zur Verfügung. So kam auch unsere Torfrau Chantal im zweiten Durchgang in den Genuss einiger Spielminuten auf dem Feld.

Trotz des positiven Gefühls der letzten beiden Partien im Rücken fanden die Damen eher schwer in die Partie. Die Anfangsminuten waren zunächst von Fehlwürfen, überhasteten Abschlüssen und Unsicherheiten im Passspiel geprägt, sodass das Team bereits nach fünf Minuten mit 0:3 zurücklag. Auch in der Folge waren die Abschlüsse häufig zu ungenau. Gleichzeitig gelang es den Gastgeberinnen immer wieder, die Abwehrreihe der Worbiserinnen mit hohem Tempo zu überspielen. Insbesondere die Kreisanspiele bekamen die Damen zunächst nicht in den Griff.

Im weiteren Verlauf fand die Einheit-Sieben über das eigene Tempospiel und gut ausgespielte Doppelpässe zunehmend besser ins Spiel und konnte sich dadurch immer wieder mit Toren belohnen. In der Abwehr fehlte es jedoch weiterhin häufig an der letzten Konsequenz, sodass die Damen oft einen Schritt zu spät kamen. Zudem war die starke Linkshalbe des Geismarerinnen immer wieder mit Stemm- und Fernwürfen erfolgreich. Die Worbiser Chancenverwertung blieb insgesamt ausbaufähig, sodass der Rückstand nach fünfundzwanzig gespielten Minuten sechs Tore betrug. Um die Gegnerinnen nicht gänzlich davon ziehen zu lassen, mahnte Coach Erik Schwaberow im Team-Timeout kurz vor der Pause eindringlich zu mehr Abstand zur gegnerischen Abwehr und länger ausgespielten Angriffen. Doch leider schlug die genommene Auszeit ins Gegenteil um, die Damen konnten nur noch einen Treffer erzielen. Gleichzeitig gelangen den Gastgeberinnen drei Tore, sodass der Rückstand zur Pause acht Treffer betrug.

Nach dem Seitenwechsel wechselten die Wipperstädterinnen auf der Torhüterposition. Mit einem 2:0-Lauf gelang dem Team ein besserer Start in die zweite Hälfte als noch in Durchgang eins, vor allem weil die Damen wieder mehr Tempo aufnahmen. Allerdings profitierten sie dabei auch von einigen Fehlpässen des Gegners. Zudem zeigte sich der Einheit-Rückraum auf beiden Spielseiten nun variabler und durchsetzungsfähiger. Auch Einlaufversuche wurden von den Damen unternommen, allerdings stimmten dabei das Timing als auch die Absprache mit unserer Kreisspielerin noch nicht immer. Über unsere Kreissperren konnten wir dagegen wiederholt gute Lücken nutzen. Im 1-gegen-1 fehlte uns jedoch weiterhin gelegentlich die letzte Konsequenz, sodass wir uns zu oft festliefen, wodurch der Spielstand nach vierzig Minuten 28:23 betrug. Auf beiden Seiten schlichen sich nun zunehmend Unsicherheiten ein. Mit nachlassenden Kräften fiel es den Damen schwerer, dem weiterhin hohen Tempo des Gegners standzuhalten, sodass die Gegnerinnen, die die Fehler im Worbiser Aufbauspiel weiterhin konsequent nutzten, auf 34:26 davonzogen. Im Angriff fehlte in der Schlussphase zunehmend die Konsequenz. Positiv hervorzuheben ist die fast makellose Siebenmeterquote des Teams.

Am Ende fiel das Ergebnis von 39:28 etwas zu deutlich aus und spiegelt den tatsächlichen Leistungsunterschied nicht vollständig wider. Trotz der zwischenzeitlichen Rückstände konnten die Damen phasenweise ihr Potenzial im Tempo- und im Zusammenspiel zeigen. Für die kommenden Spiele gilt es, die Passsicherheit zu verbessern, im Angriff geduldiger und konsequenter zu agieren sowie in der Abwehr früher und entschlossener Zugriff zu bekommen.

 

 

1. Spieltag Regionsklasse Braunschweig/Göttingen Männer Staffel Süd

HSG Solling II - SV Einheit 1875 Worbis II                                           33:28   (17:12)

Sonntag, 11.10.2026 15:00 Uhr

 

Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Hartmann – Keppner (1), Lierse, Ma., Weinrich (2), Paul (2), Schneeberg (2), Diehle (4), Eckardt, Paksa (3), Lierse, Mi. (3), Zahlmann (10/3), Jäger (1)

 

Stationen: 1:0, 2:2, 5:2, 7:3, 9:5, 10:6, 10:9, 15:9, 17:12 (HZ) – 19:12, 20:15, 23:18, 25:19, 27:21, 28:24, 31:25, 33:28 (Endstand)

 

Zweite Männermannschaft geht zum Saisonbeginn trotz solider Leistung leer aus

 

Schon seit längerer Zeit ist die Saison 2026/2027 in vollem Gange, zu Beginn der Herbstferien durfte dann auch unsere zweite Männermannschaft als letzte Worbiser Vertretung in den Spielbetrieb einsteigen. Zum Auftakt wartete direkt die längste Auswärtsfahrt – es ging in die Stadtoldendorfer „Rumbruchshölle“ zur Reserve der dort beheimateten HSG Solling. In einer Regionsklasse mit so einigen neu formierten Teams sind die heutigen Gastgeber zumindest ein bekannter Gegner der vergangenen Saison, wecken jedoch nicht die besten Erinnerungen, schließlich gingen unsere Jungs damals deutlich mit 27:40 als Verlierer vom Feld. Diesmal mit einem breit aufgestellteren Spieltagskader von zwölf Mann standen die Chancen für die Wipperstädter unter Chefcoach Gereon Lengfeld auf einen vielversprechenden Start gar nicht so schlecht.

Die ersten Minuten waren allerdings von defensiven Schwächen der Gäste geprägt. Eigentlich verteidigten sie aufmerksam das gegnerische Positions- sowie Aufbauspiel, kam die HSG allerdings ins Tempo, bekam unsere Mannschaft die Lücken nicht mehr rechtzeitig geschlossen. Ein Durchbruch sowie unbedrängter Torwurf von sechs Metern war häufig die logische Konsequenz. Keeper Dominik Hartmann verhinderte zunächst schlimmeres und anfangs hielt die Einheit-Sieben auf der Gegenseite noch mit, lief nach dem 2:2 dann aber schnell einem Rückstand hinterher – von 2:5 auf 3:7 bis zum 5:9 nach gerade einmal elf Zeigerumdrehungen, als sich die Worbiser Bank schließlich zur Auszeit gezwungen sah. Die kurze Unterbrechung nahm die allgemeine Geschwindigkeit der Begegnung etwas raus, zunächst zum Vorteil unserer Jungs, die in den folgenden neun Minuten lediglich einen Gegentreffer zuließen. Bis zum 9:10 konnten sie sogar aufschließen, brachten sich nun jedoch vermehrt durch Abstimmungsfehler im Spielaufbau um den verdienten Lohn. Solling bedankte sich und stellte den alten Abstand wieder her. Offensiv lief bis zur Pause wenig bei den Wipperstädtern zusammen – die sich ergebenen Chancen nutzte die Heimsieben, auch einige Male über ihren blitzschnellen Außenakteur in der ersten Welle, eiskalt aus und stellte mit fünf Toren in Serie auf 15:9. Ende der ersten Halbzeit hieß es nach zuvor ausgeglicheneren Minuten 17:12.

Dieses Bild schien sich nach dem Seitenwechsel zunächst fortzusetzen, der Gastgeber zog noch weiter davon (19:12). Unsere Mannschaft gab sich hier aber noch längst nicht geschlagen, kämpfte sich zurück und konnte in den Folgeminuten bis auf 16:20 verkürzen, plus anschließender Überzahl. Doch nicht nur während dieser, sondern auch aus anderen Zeitstrafensituationen schlug die jeweils andere Seite kein Kapital. Erneut flog eine Worbiser grüne Karte nach knapp zehn Zeigerumdrehungen, die Abwehr musste beim Zwischenstand von 23:18 wieder stabilisiert werden. Bislang bestachen die Wipperstädter in Durchgang zwei mit einer deutlich höheren Chancenverwertung als in der ersten Hälfte, verpassten es allerdings, mehrere abgefangene Bälle zu nutzen, um das Ergebnis noch enger zu gestalten. Gerade in den gegnerischen Konterläufen wurden einige Pässe unterbunden, geringer als vier Tore wurde der Abstand jedoch nicht mehr (28:24). Die Offensivaktionen der Einheit funktionierten weiterhin, trotz Manndeckung vom Rückraumshooter Sebastian Zahlmann in der Schlussphase, letztendlich zogen aber die anhaltenden passenden Sollinger Antworten unseren Jungs letztendlich den Zahn. Mit Blick auf die gesamte Partie geht die Niederlage, auch mit diesen fünf Toren Differenz, so in Ordnung. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen – der Mix aus Jung und Erfahren auf der Platte wird in dieser Verfassung in den kommenden Monaten seine Erfolgserlebnisse feiern. Gute Besserung auch an Co-Trainer René Paul, der seinen längeren Einsatz auf dem Feld verletzungsbedingt in der zweiten Halbzeit leider abbrechen musste.

 

 

 

Bericht Frauen: Julia Schönecker

Berichte I. Männer & II. Männer: Pascal Kolle