Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Wagner, Liebergesell - Gräser (2), Schwaberow, Kinast, Bräunlich (1), Schneeberg, Fasse (1), Ertmer (4), Stolze (1), Kullmann, P. (7/2), Steinhardt (1), Kullmann, F. (3)
Stationen: 4:0, 4:2, 6:3, 7:5, 11:5, 12:6, 14:8, 18:10, 20:12, 20:14 (HZ) – 25:14, 25:15, 32:15, 32:16, 35:16, 35:17, 38:17, 38:20, 39:20 (Endstand)
Hohe Niederlage zum Auftakt - erste Männermannschaft geht beim Favoriten nach der Pause unter
Die ersten dreißig Minuten der neuen Saison verliefen für die Worbiser Sieben insgesamt sehr ordentlich, trotz der zahlreichen Gegentore hielt sie zunächst gut mit. Mit der Pause kam es jedoch zum absoluten Bruch im Spiel - und mündete wie in der vergangenen Spielzeit mit einer derben Klatsche bei der TG.
Zum Start in die Regionsoberliga-Saison 2024/2025 der neu gegründeten Handballregion Braunschweig-Göttingen - eine Fusion der Handballregionen Südniedersachsen, welcher auch der SV Einheit angehörte, sowie Süd-Ost-Niedersachsen - erwartete unsere erste Männermannschaft bei ihrem ersten Auswärtsspiel direkt eine große Herausforderung. Sie gastierte am Samstagabend bei der zweiten Vertretung der TG Münden. Der letztjährige Staffeldritte dürfte den Wipperstädtern aus der vergangenen Spielzeit nicht gut in Erinnerung geblieben sein - 25:44 und 24:37 hießen die Ergebnisse aus Worbiser Sicht. Somit ging es am heutigen Tag in erster Linie darum, mit dem nötigen Kampfgeist dem Favoriten möglichst lange das Leben schwer zu machen.
Im Kader hatte sich in der Sommerpause wenig getan und mit dreizehn Akteuren waren die Gäste für die kommende Aufgabe auch solide aufgestellt. Lediglich Co-Trainer Thomas Gahrmann ersetzte seinen abwesenden Chef Matthias Wulff an der Seitenlinie.
Der Plan, die Hausherren über eine lange Zeit vor Probleme zu stellen, drohte jedoch bereits in der Anfangsphase zu scheitern. Münden erwischte einen Blitzstart und lag schnell mit 4:0 in Front, was nicht unbedingt daran lag, dass sich unser Team keine Chancen herausspielte - die Chancenverwertung blieb das altbekannte Problem. Von dem frühen Schock erholt, kamen die Worbiser dann nach und nach besser in die Partie und sammelten rasch ihre ersten Torerfolge. Offensiv zeigte sich die Gästesieben im Vergleich zu den letzten Begegnungen der Vorsaison durchgehend verbessert, doch die Abwehr war auch diesmal wieder die große Schwachstelle. Zu einfach und meist mit wenigen Pässen erspielte sich der Favorit klare Chancen und holte zudem allein in fünfzehn Minuten fünf Siebenmeter heraus - lediglich Albert Wagner zwischen den Pfosten und sein Kompagnon Christian Liebergesell, welcher auch zwischenzeitlich einen üblen Kopftreffer kassierte, verhinderten zunächst schlimmeres. Nach der Hälfte des ersten Durchgangs kamen die Wipperstädter zusehends im eigenen Ballbesitz aus dem Spielfluss, was den Coach zu einem Team-Timeout bewegte. Nach einer kurzen Anlaufzeit stabilisierte sich das Angriffsspiel anschließend wieder und mit insgesamt wenigen technischen Fehlern plus dem ein oder anderen abgefangenen Ball schlossen unsere Jungs bis zum Pausenpfiff auf sechs Tore auf.
Trotz des Rückstandes war die Leistung bis zu diesem Zeitpunkt durchaus ansprechend - dies sollte sich nach dem Seitenwechsel allerdings so nicht fortsetzen. Der Beginn in Halbzeit zwei verlief ähnlich wie im ersten Durchgang, gerade die schnelle Unterzahlsituation gab Einheit einen gehörigen Nackenschlag, von dem sich nicht wieder erholt werden konnte. In vielen Aktionen fand unsere Mannschaft nicht statt, das Offensivspiel schlief ein und auch in der Abwehr fehlte oftmals der nötige Zugriff. Selbst eine frühe Auszeit auf ihrer Seite brachte keine Besserung. Vorne agierten die Gäste zu behäbig und ideenlos, liefen sich an der nun teilweise heraustretenden Abwehr fest und kamen so nur zu harmlosen Abschlüssen aus dem Rückraum, welche den Torhüter der TG selten vor Probleme stellten - ein Torerfolg in achtzehn Minuten spricht hier leider deutlich für sich. Auf der Gegenseite zappelte nun so ziemlich jeder Abschluss der Mündener im Netz - die eigentlich gute erste Halbzeit geriet, auch vom Spielstand her, völlig in den Hintergrund. Durch die hohe Trefferquote auf der Gegenseite kamen die Worbiser somit selten in ihre gefährlichen Konteraktionen. Aus dem somit resultierenden Positionsspiel versuchten sie nun, schneller den Abschluss zu suchen - Ergebnis war meistens ein unnötig weggeworfener Ball. Schon längst entschieden, trudelte die Partie in der Schlussphase etwas aus, sodass unsere Jungs immerhin noch die zwanzig Treffer vollmachen konnten. Nach dreißig Minuten nicht unbedingt erwartbar setzte es am Ende doch wieder eine derbe Pleite gegen das Team aus der Drei-Flüsse-Stadt, das zwar nicht unbedingt der Gradmesser für Einheit ist, gerade nach der Pause aber die eigenen Baustellen deutlich aufgezeigt hat. An die guten Momente aus dem ersten Durchgang gilt es nun anzuknüpfen und so ein Spiel auch über sechzig Minuten mit einer konstanten Leistung zu absolvieren.