Spielberichte 03./04.10.2026

1. Spieltag Ligapokal HR Braunschweig/Göttingen Männer Gruppe B

HSG Nord Edemissen/Uetze IV - SV Einheit 1875 Worbis               29:30   (14:14)

Samstag, 03.10.2026 19:00 Uhr

 

Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Sklepik – Schwerdtfeger (6), Bräunlich, P. (5), Schneeberg, Fasse (3/1), Ertmer (5), Zahlmann (3), Weinrich (5/3), Steinhardt (2), Kullmann, F. (1), Eckardt

 

Stationen: 1:0, 1:3, 3:3, 5:4, 7:5, 7:7, 9:9, 12:10, 13:12, 14:14 (HZ) – 17:15, 18:16, 18:19, 21:21, 22:22, 24:24, 26:26, 28:28, 28:29, 29:29, 29:30 (Endstand)

 

Kopf-an-Kopf von Anfang bis Ende – erste Männermannschaft rettet ersten Saisonsieg nach intensivem Pokalfight über die Ziellinie

 

Pokalzeit im Worbiser Handball – das ist in der Saison 2026/2027 tatsächlich Realität. Zum allerersten Mal nimmt unsere erste Männermannschaft in einem solchen Wettbewerb des Handballverbands Niedersachsen-Bremen teil. Eine große Unbekannte ist der sogenannte „Ligapokal“ – ebenso neu der erste Gegner. Die Reise führte die Wipperstädter am Abend des Tages der deutschen Einheit in den Norden der Handballregion Braunschweig-Göttingen, zur vierten Vertretung der HSG Nord Edemissen/Uetze. Beim in der „Hölle Nord“ beheimateten Regionsklasse-Teilnehmer, im Vergleich zur Einheit also eine Staffel tiefer an den Start gegangen, war ein Spielverlauf quasi kaum vorherzusagen. Der heute alleinige Coach Thomas Gahrmann musste auf eine erneute personelle Rotation reagieren. Nur sieben Stammkräfte meldeten sich einsatzbereit und wurden unterstützt von drei Akteuren aus der Zweiten plus einem A-Jugend-Spieler.

Unter einer stimmungsvollen Atmosphäre gehörten die ersten Minuten unseren Jungs, die sich eine erste Führung holten (3:1) – dank zweier Rückraumtreffer von Tobias Schwerdtfeger, heute auf Halb anstatt Außen eingesetzt. Doch allmählich arbeiteten sich die Gastgeber in diese Partie hinein. Den Wipperstädtern fehlte es vorne einige Male am nötigen Tempo. Dazu kamen, wie in der Vorwoche beim Auswärtsspiel gegen die SV Schedetal Volkmarshausen, Ungenauigkeiten im Passspiel und über die schnelle Mitte. Nach knapp zehn Minuten stand es somit 5:4 für die HSG, kurze Zeit später lief unser Team erstmals einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher (7:5). Im Angriff liefen die bisherigen Aktionen gewohnt vermehrt über den Rückraum, in dieser Phase wurde allerdings auch über Außen der Abschluss gesucht. Jugendspieler Pascal Bräunlich zeigte sich in der ersten Halbzeit eiskalt in der Chancenverwertung und glich mit seinen ersten beiden (von insgesamt fünf) Torerfolgen zum 7:7 aus. Die Gäste bekamen wieder etwas Oberwasser, somit folgte eine heimische Auszeit. Fortan ging es hin und her. Nord legte stets vor, noch ein weiteres Mal mit zwei Treffern (12:10), doch unsere Mannschaft ließ sich so schnell nicht abschütteln. Justin Ertmer setzte mit zwei tollen Aktionen den Worbiser Schlusspunkt zum Ausgleich sowie zur 14:13-Führung im ersten Durchgang, zur Pause stand ein leistungsgerechtes 14:14 auf der Anzeigetafel – in der finalen Aktion konnte der HSG-Schlussmann Sebastian Zahlmanns tückisch abgefälschten direkten Freiwurf entschärfen.

Bislang ausgeglichen, schien der Einheit-Sieben diese Partie zu Beginn der zweiten Halbzeit zu entgleiten. Edemissen stellte rasch auf 17:15, doch unsere Jungs bissen sich wieder rein und glichen nur zwei Zeigerumdrehungen später aus (18:18), um nach einem weiteren Rückstand das Resultat zu ihren Gunsten zu drehen. Defensiv präsentierten sich die Wipperstädter doch anfälliger als zuletzt – der Regionsklasse-Teilnehmer kam von verschiedensten Positionen zum Wurf und ließ Keeper Marvin Sklepik kaum eine Chance, der auch nach dem ein oder anderen Heber hinter sich greifen musste. Hinzu waren sie insbesondere in der Frühphase von Durchgang zwei meist einen Schritt zu spät, was dementsprechend einen Siebenmeter nach sich zog – alleine drei Treffer von Minute 33 bis 40 waren dem zuzuschreiben. Weiterhin jedoch stets eine Worbiser Antwort parat, machte sich leichte Unzufriedenheit bei der HSG breit. In der 42. Minute waren bereits beide grüne Karten ihrerseits verbraucht. Zwischenstand 22:22 – hier wurde sich nichts geschenkt. Unser Team erarbeitete sich schließlich nach dem ersten parierten Strafwurf die komfortable Situation, immer in Führung zu gehen und diese nach einem gegnerischen Fehler auszubauen. Die Gäste legten auch immer wieder vor, ergab sich aber mal eine Chance, weiter davonzuziehen, blieb sie ungenutzt. So bog das Spiel beim ersten Team-Timeout der Eichsfelder nach dem Seitenwechsel in Minute 53 in eine dramatische Schlussphase ein (26:26). Und wenig später durften die Gäste einem Rückstand hinterherlaufen, hielten diesen immerhin nur bei einem Tor – bis zur 58. Minute. 29:28 für die Einheit-Sieben, ein Duell auf Messers Schneide. Zwei Angriffe später hieß es 30:29, Edemissen bot sich noch ausreichend Zeit für eine finale Aktion. Wenige Augenblicke vor dem Schlusspfiff setzte der HSG-Rückraum zum Wurf an, Worbiser Abwehr in Person von Kai Fasse pflückte den Schützen aus der Luft. Rote Karte, drei Sekunden auf der Uhr, ein letzter Freiwurf – und dieser wurde erfolgreich abgewehrt.

Was für ein Pokalabend! Da fiel mit der Schlusssirene unter großem Jubel immenser Druck von unserer Mannschaft ab, die nach einer von zahlreichen Unterbrechungen, aber nicht unfair geführten Partie tatsächlich beide Punkte mit in die Heimat nimmt. Das war erst das erste von drei Spielen in der Gruppenphase, doch der Grundstein für eine Final4-Teilnahme, für die Platz eins erreicht werden muss, ist erstmal gelegt.

 

 

1. Spieltag Ligapokal HR Braunschweig/Göttingen Frauen Gruppe B

SG Zweidorf/Bortfeld II - SV Einheit 1875 Worbis                            31:28   (21:14)

Samstag, 03.10.2026 14:45 Uhr

 

Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Schaschek – Kleine (7), Petzsche, Bechmann, Hebestreit (10), Schönecker, Lierse (4), Hause (4/1), Menge (1), Müller (1), Nitsch (1)

 

Stationen: 1:0, 2:2, 5:3, 5:5, 8:6, 9:7, 10:10, 12:13, 16:13, 19:14, 21:14 (HZ) – 21:18, 22:19, 23:21, 23:23, 24:25, 26:25, 29:27, 31:28 (Endstand)

 

Frauen mit starker zweiter Halbzeit im Ligapokal

 

Ein Novum ereignete sich für unsere Damen am Samstagnachmittag. Als Teilnehmer des diesjährigen Ligapokals verschlug es sie in das 160 km weit entfernte Bortfeld. In so fremden Gefilden stand ihnen natürlich auch ein unbekannter Gegner gegenüber, der mit voll ausgelasteter Bank und zahlreichen jungen Spielerinnen, aber bereits während der Erwärmung einen ambitionierteren Eindruck hinterließ.

Unsere Frauen reisten personell nur durchwachsen besetzt und mit einigen angeschlagenen Spielerinnen an, kamen jedoch sehr gut in die Partie. Ohne die Erwartungshaltung eines Punktspiels gingen sie befreit an den Start und kamen mit viel Zug zum Tor, insbesondere über Fernwürfe aus dem Rückraum, in der Anfangsphase zu schnellen und einfachen Toren. Da der Worbiser Mittelblock noch zunächst etwas nach Abstimmung suchte, gelang den Gastgeberinnen aber auch immer wieder eine Antwort, über starke Stemmwürfe oder nur schwer zu verteidigende Kreisanspiele. Es entwickelte sich fortan ein enges Spiel, mit einem zwischenzeitlichen 10:10-Unentschieden für beide Mannschaften. Nach zwei früh genommenen Auszeiten von Chefcoach Erik Schwaberow gelang der Einheit-Sieben kurzzeitig die Führung, doch die Bortfelderinnen hatten immer eine Antwort parat. Hinzu kamen gegen Ende der ersten Halbzeit einige überhastete Abschlüsse der Damen, in Verbindung mit unglücklichen Pfostenwürfen sowie nicht genutzten Kreissperren. Zudem brachte die harte und unnachgiebige Linie der Schiedsrichter zusätzliche Unruhe in das Worbiser Spiel, welche die Gastgeberinnen für sich zu nutzen wussten und das Spiel bis zur Pause auf plus Sieben aus heimischer Sicht drehten.

Nach einer positiven und motivierenden Halbzeitansprache kamen die Damen erfrischt und offensichtlich mental sehr stabil aus der Kabine, denn von nun an legten sie los wie die Feuerwehr. Ein 4:0-Lauf der Worbiserinnen ließ den gegnerischen Vorsprung schmelzen – mit viel Tempo und Übersicht wurde abermals der Rückraum in Szene gesetzt, aber auch das Zusammenspiel mit dem Kreis konnten die Damen jetzt erfolgreicher nutzen. Zudem war Torfrau Chantal, wie auch schon in der Vorwoche, mit starken Paraden, unter anderem bei Siebenmeter-Strafwürfen, zur Stelle. So kämpfte sich die Einheit-Sieben in der vierzigsten Minute auf ein 23:23-Unentschieden heran. Der Spielverlauf blieb weiter eng – nichts für die Nerven unseres kleinen mitgereisten Fanclubs. Jedoch machten sich gegen Ende der Partie die fehlenden Wechselmöglichkeiten unseren Teams etwas bemerkbar. Wie auch schon gegen Ende der ersten Halbzeit ließ die Konzentration wieder etwas nach, Fang- und Passfehler schlichen sich ein und den Gegnerinnen gelang es, das Spiel abermals in ihre Richtung zu drehen. Die Umstellung der Worbiser Abwehr auf eine 5:1-Formation mit vorgezogener Spielerin konnte das gegnerische Aufbauspiel zwar immer wieder stören, am Ende reichte es aber nicht mehr ganz, den entstandenen Rückstand aufzuholen. So traten unsere Damen die weite Heimreise zwar mit einer Niederlage, aber gleichzeitig auch mit viel Stolz auf den gezeigten Team- und Kampfgeist an.

 

 

1. Spieltag Vorrunde Braunschweig/Göttingen weibliche Jugend E Staffel 6

MTV Rosdorf - SV Einheit 1875 Worbis                                               30:6   (13:1)

Sonntag, 04.10.2026 12:10 Uhr

 

Worbis mit: Reichardt, Schmidt, Birkefeld, Kaufhold, Knaack, Elze, Borrmann, Hinnenberg, Westphalen, Buchardt, Vernaleken

 

Weibliche E-Jugend ohne Chance zum Saisonauftakt

 

Als letzte der Worbiser Jugendmannschaften startete nun auch unsere weibliche E-Jugend in die Saison 2026/27. Am Sonntagmittag trafen die Worbiserinnen, die in dieser Saison von Andrea Zahlmann, Kerstin Hamelmann und Nele Lierse trainiert werden, in Rosdorf auf die Gegner des MTV.

Für viele unserer jungen Mädchen war es neben dem erstem Saisonspiel auch ihr erstes Spiel überhaupt, weshalb die Aufregung innerhalb der Mannschaft spürbar war. Bereits nach den ersten Minuten des Spiels war die technische und körperliche Überlegenheit der gegnerischen Mannschaft deutlich zu erkennen. Deshalb wurde vom Trainerteam auch folgerichtig und zeitnah die Devise „unseren Handball spielen, Spaß haben und nicht aufs Ergebnis schauen“ ausgerufen. Durch die heutige Mannschaftsverantwortliche Nele Lierse wurde viel Wert auf die Abwehr und einen aktiven Angriff gelegt – diese Zielsetzung versuchten die Mädchen auch stetig umzusetzen. Zudem wurde immer wieder durch personelle Umstellungen versucht, mehr Stabilität in das Mannschaftsgefüge zu bringen. So stimmte das Abwehrverhalten des Teams auch über weite Strecken, nur beim direkten 1-gegen-1 zeigten sich die technischen Fähigkeiten der gegnerischen Spielerinnen, was zu vielen freien Würfen auf das Worbiser Tor führte. Torfrau Sophie gab das ganze Spiel über ihr Bestes, um dagegenzuhalten. Im eigenen Angriff spielten unsere Mädchen erfreulicherweise befreit auf, getreu dem Motto – „Wer nicht aufs Tor wirft, kann auch keine Tore erzielen.“. Dementsprechend präsentierte sich das noch junge Team in beiden Halbzeiten mannschaftlich geschlossen und mit viel Kampfgeist. Letztendlich waren, trotz der hohen Niederlage, bereits viele positive Ansätze für das Trainerteam zu erkennen. An dieser Stelle noch ein Dankeschön an die Rosdorfer für ein sehr faires Spiel und ihr Entgegenkommen.

 

 

 

Berichte Frauen & wJE: Julia Schönecker

Bericht I. Männer: Pascal Kolle